Die Reise im Helmraum

Ab 6 Jahre | Ca. 5 Minuten | Benjamin JĂ€ger

Eine Zusatzgeschichte zum Kinderbuch “SCHNAUZE VOLL – Vier Tiere und die Freiheit”

Darum geht's

Diese Tiergeschichte handelt von einem Affen mit einem besonderen Helm. Mit dem Helm kann er Aufgaben und RÀtsel lösen und Wissen abrufen. Doch am besten ist, dass der Affe im Helmraum auf Reisen gehen kann.

Eine Zusatzgeschichte zum Kinderbuch SCHNAUZE VOLL – Vier Tiere und die Freiheit, ein Vorlesebuch fĂŒr Kinder ab 6 Jahren.

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Die Reise im Helmraum | Seite 1/2

“3 mal 4 sind 12 und 18 mal 7 sind 126. Fertig. Endlich habe ich es geschafft”, murmelt der Affe und schiebt die Brille seines Helmes nach oben. Erschöpft setzt er sich auf den Boden seines KĂ€figs.

Der Affe im KĂ€fig ist ein Laboraffe. Auf dem Kopf trĂ€gt er einen Helm, der direkt mit seinem Gehirn verbunden ist. Von der Hinterseite seines silbernen Helmes fĂŒhrt ein kleiner Draht direkt in seinen Kopf. Mit dem Helm kann der Affe ganz außergewöhnliche Dinge tun. Er hat Zugriff auf alles Wissen, das in der Datenbank gespeichert ist. Setzt er die Brille auf, ist es so, als wĂŒrde er sich in einer anderen Welt befinden. Sein Körper bleibt da, doch sein Geist befindet sich im Helmraum. So hat er den Ort selbst genannt.

Im Helmraum kann er die verschiedensten Dinge tun. Aufgaben und RĂ€tsel gibt es zu lösen, wenn die Forscher diese in den Helmraum schicken. Wissen kann abgerufen werden, wenn es benötigt wird. Daher ist der Affe auch besonders schlau. Außerdem kann er dort schwingen und klettern. Etwas, das in seinem KĂ€fig leider nicht möglich ist.

Ganz besonders ist das Reisen im Helmraum. Wenn er die Brille aufsetzt und sich einen Ort aus der Datenbank aussucht, kann er einfach dorthin reisen. So als wĂŒrde er sich beamen. Viel lieber wĂŒrde er die echte Welt bereisen. Aber im Helmraum zu reisen, hat auch seine Vorteile. In wenigen Sekunden ist er dort, wo er sich wĂŒnscht. Ohne Fahrt und ohne Flug kann er die ganze Welt erkunden.

Heute musste er viele schwierige Aufgaben lösen. LogikrĂ€tsel, VerschlĂŒsselungen und Matheaufgaben. Ein wirklich anstrengender Tag liegt hinter ihm. Obwohl es noch nicht so spĂ€t ist, wird es fĂŒr den Affen jetzt Zeit, schlafen zu gehen. Schließlich muss er sich erholen, bevor morgen wieder neue Aufgaben anstehen.

Um einzuschlafen, nutzt der Affe seine Lieblingsfunktion. Das Reisen im Helmraum. Sein KÀfig ist nicht besonders schön und die völlige Stille mag er auch nicht. Lieber reist er an den schönsten Ort, den er im Helmraum kennt. Der blaue Paradies-See im tiefen Dschungel. Vor einiger Zeit hat er sie durch Zufall entdeckt. Der See liegt gut verborgen im Dschungel. Noch keine Menschenseele ist dort jemals gewesen.

Die Reise im Helmraum | Seite 2/2

Der Affe macht es sich im KĂ€fig gemĂŒtlich. Mit einem gekonnten Griff zieht er die Brille seines Helmes wieder hinunter. Dann geht es los.

Es flimmert und flackert vor seinen Augen. Dann wird rotes Licht zu grĂŒnem und plötzlich ganz hell. Der Affe ist angekommen. Sein Körper liegt gemĂŒtlich im KĂ€fig. Doch sein Geist ist auf Reisen. Vor seinen Augen ist der Dschungel. Riesige BĂ€ume mit langen Lianen wachsen dicht an dicht. Dazwischen befinden sich exotische Pflanzen in Gelb, Blau, Lila, Orange und Pink. Der Boden ist weich und mit BlĂ€ttern der BĂ€ume ĂŒbersĂ€t. Ein wunderschöner Anblick.

Der Affe greift zu einer Liane und schwingt sich einen Baum hinauf. Schließlich ist er noch nicht am Ziel. Oben hat er eine gute Sicht und kann den Dschungel einfacher durchqueren. Im Gegensatz zu dem dicht bewachsenen Boden kann ihn in BĂ€umen nichts aufhalten. Den Weg kennt er mittlerweile wie im Schlaf. Das ist gut, denn er ist schon ziemlich mĂŒde. Zweimal links dann recht, dann wieder zweimal links und zweimal rechts. Da ist er, der blaue Paradies-See. Von einem kleinen Wasserfall plĂ€tschert Wasser hinunter. Das Wasser ist so klar, dass das Licht sich bricht und es hellblau fĂ€rbt.

Der Affe kann es nicht lange aushalten und mit einem Kopfsprung stĂŒrzt er sich vom Baum hinab in das Wasser. Mit einem lauten Platsch taucht er ein. Die kĂŒhle Erfrischung tut ihm gut. Er schwimmt ein wenig umher und dann zu seinem Lieblingsplatz am Ufer. Zwischen zwei BĂ€umen haben sich Lianen zu einer HĂ€ngematte verschlungen. Mit einem Satz schwingt er sich hinein. GemĂŒtlich liegt er nun am See. Das sanfte Wiegen seiner HĂ€ngematte beruhigt ihn. Es ist Zeit, sich zu erholen.

Langsam schließt er die Augen. Dabei lauscht er den KlĂ€ngen des Dschungels. Der Wasserfall spielt eine leise PlĂ€tscher-Melodie, Vögel zwitschern und singen im Chor und der Wind raschelt durch die BlĂ€tter. Hier fĂŒhlt sich der Affe wohl und nur wenig spĂ€ter erklingt auch sein Schnarchen im Dschungel.

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