Rosa, Bobo und der Mondmann

Eine Gute Nacht Geschichte
von Sophie Seifeddine

Der Teddybär Bobo kann eines Abends nicht schlafen, weil der Mond diese Nacht den Himmel nicht erleuchtet. Also begeben sie sich auf eine aufregende Reise, um herauszfinden, wie sie den Mond wieder zum Scheinen bringen können.

Nach Alter: Ab 3-5 Jahre

Nach Lesedauer: Ca. 5 – 10 Minuten

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Es waren einmal zwei Teddybären, die gehörten zwei kleinen Geschwistern. Der eine war ein großer brauner Teddy namens Bobo, der gehörte dem kleinen Momo. Der andere war eine kleine rosa Teddydame namens Rosa, die gehörte der kleinen Lina. Bobo war sehr lieb und erzählte gern Geschichten. Am allerliebsten kochte er aber die leckersten Sachen. Rosa war auch sehr lieb, sehr mutig und vor allem war sie sehr schlau.

Eines Tages lagen Bobo und Rosa abends mit ihren Kindern in den Bettchen. Draußen war es schon dunkel und beiden Kinder und Rosa schliefen tief und fest. Nur Bobo konnte nicht schlafen. Er hatte nachts im Dunkeln immer ein bisschen Angst. Und so war es auch heute.

„Psst, Rosa, bist du wach?“, flüsterte er zu Rosa im Nachbarbettchen hinüber.

„Was ist denn los?“, gähnte Rosa. Rosa hatte tief und fest geschlafen und war ganz müde. Sie rieb sich die Augen und richtete sich auf.

„Rosa, ich kann nicht schlafen. Ich habe ein bisschen Angst, es ist so dunkel! Der Mond scheint nicht!“, flüsterte Bobo weiter. „Normalerweise scheint nachts immer der Mond durch das Fenster, aber heute nicht! Und jetzt ist es so dunkel und ich habe Angst.“

Bobo musste ein bisschen weinen. Er vermisste den Mond so sehr. Das große leuchtende runde Gesicht am Himmel hatte ihn sonst immer getröstet, wenn er nachts nicht schlafen konnte und jetzt war er nicht da. Das machte den kleinen Bären sehr traurig.

„Stimmt!“, wunderte sich Rosa, als sie auch aus dem Fenster schaute. „Da ist wirklich kein Mond. Aber jetzt nicht mehr weinen, Bobo. Mir fällt schon was ein.“

Ohne das Licht der Mondstrahlen war es wirklich sehr dunkel. Rosa dachte angestrengt nach. Ihr Freund Bobo tat ihr leid.

„Ich weiß was!“, flüsterte sie, „Wir fragen mal die Sterne, vielleicht wissen die ja Bescheid. Hallo Sterne, wisst ihr, warum der Mond weg ist?“

„Hallo“, antworteten die Sterne und ihre Stimmen klangen wie tausend winzig kleiner Glöckchen. „Der Mondmann ist krank. Er liegt in seinem Bett und hustet und niest und kann gar nicht aufstehen. Und gerade jetzt ist die Batterie vom Mond leer. Er kann sie aber nicht wechseln, weil er so krank ist.“

„Oh nein, der arme Mondmann!“, rief Bobo, „wie können wir ihm denn helfen? Wie kommen wir denn zum Mond?“

„Wir können euch die Vögel schicken!“, klingelten die Sterne.

Und tatsächlich! Auf einmal hörten Rosa und Bobo ein Rauschen, ein Flattern und ein Gurren am Himmel und es kam eine große Schar von Tauben angeflogen. Die beiden Bärchen setzten sich auf ein Bettlaken, die Tauben nahmen die Zipfel in die Schnäbel und schon flogen alle zusammen hoch in die Luft, durch das Fenster, über Häuser und Straßen, dem Mond entgegen.

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Als sie den Mond erreichten, sahen sie schon den Mondmann. Dieser lag krank im Bett und hustete und nieste und schniefte und konnte nicht aufstehen.

„Oh du armer, Mondmann, was ist denn mit dir los?“, fragten Bobo und Rosa.

„Ich bin krank! Ich huste und niese und schniefe und kann gar nicht aufstehen!“, antwortete krächzend der Mondmann und hustete nochmal kräftig. „Und jetzt,“, fuhr er traurig fort, „jetzt ist auch noch die Batterie vom Mond leer. Er leuchtet nicht mehr und die Kinder und Kuscheltiere unten auf der Erde haben jetzt nachts bestimmt Angst im Dunkeln. Ich würde sie gern auswechseln aber ich kann nicht, ich bin so krank und kann nicht aufstehen.“

Der Mondmann musste ein bisschen weinen, so traurig war er.

„Aber lieber Mondmann, du musst nicht weinen!“, sagten Bobo und Rosa. „Wir helfen dir!“

„Das ist lieb von euch!“, freute sich der Mondmann und hörte auf zu weinen. Er gab ihnen die Ersatzbatterie, der er unter seinem Bett hatte und Rosa machte sich auf den Weg zum Batteriefach.

In der Zeit kochte Bobo dem Mondmann eine leckere Suppe mit viel Gemüse. Außerdem machte er ihm auch noch einen schönen warmen Tee und eine Wärmflasche. Dann gab er dem Mondmann einen großen Löffel mit Hustensaft, damit der nicht mehr so husten musste. Dann rieb er ihn mit Erkältungscreme ein und gab ihm den Tee. Und weil der Mondmann jetzt nicht mehr husten musste, fielen seine Augen gleich zu und er schlief sich richtig gesund.

Währenddessen tauschte Rosa die Batterie aus. Das war gar nicht so einfach, denn die Batterie war ganz schön groß und schwer und Rosa war ein bisschen klein. Aber weil sie schlau war und dem Mondmann unbedingt helfen wollte, schaffte sie das trotzdem.

Als die Batterie im Fach steckte, leuchtete der Mond wieder schön und hell wie vorher. Rosa macht das Batteriefach zu und lief wieder zurück zu Bobo und dem kranken Mondmann.

Der Mondmann war in der jetzt wieder aufgewacht, hatte einen großen Teller von Bobos leckerer Suppe gegessen und war wieder ganz gesund. „Vielen lieben Dank, lieber Bobo und liebe Rosa. Jetzt geht’s mir schon viel besser!“, rief er und sprang aus dem Bett. Als Dankeschön schenkte er den beiden Bärchen einen wunderschönen Mondstein, der glitzerte und funkelte wie tausend Sterne.

„Gern geschehen und ebenfalls vielen Dank!“, sagten Bobo und Rosa. Sie kletterten auf ihr Bettlaken und flogen mit den Tauben wieder zurück zu ihrem Haus, durch das Fenstern und landeten sanft in ihrem Zimmer. Dann kuschelten sie sich zu ihren Kindern Momo und Lina unter die Bettdecken, machten die Augen zu und schliefen sofort tief und fest ein.

Und das machen wir jetzt auch. Gute Nacht!

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Sophie Seifeddine Beitragsbild

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