Tim & die Triptolaner – Mission Blumbine

Ab 5 Jahre | Ca. 28 Minuten | Anne-Katrin Paulke

Darum geht's

Tim liebt Geschichten ĂŒber galaktische Abenteuer. Als er eines Nachts seine ganz eigene Rettungsmission im heimischen Garten startet, ist er plötzlich mittendrin. Die Triptolaner Blombedo und Golembo sind auf Blumbinenmission. Was passiert, wenn die Außerirdischen auf den Erdling Tim treffen? Ob er ihnen wohl bei der ErfĂŒllung ihrer Mission helfen kann?

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Außerirdische im Garten

„Kommander Robotec wischte sich mit den mechanischen Fingern den letzten Sternenstaub von seinem Raumanzug. Stolz blickte er auf die ihm zujubelnde Menge. Wieder einmal hatte er in einem galaktischen Abenteuer erfolgreich fĂŒr die Sicherheit der Erde gesorgt. Sein Kopf surrte leise, als er sich dem rechts neben ihm stehenden Roboter zuwandte. „Lade dich wieder vollstĂ€ndig auf. Aber mache es dir nicht zu bequem. Unsere nĂ€chste Mission beginnt schon bald. Es lauern noch viele Gefahren in den unendlichen Weiten“, sagte er zu seinem Crewmitglied und Freund…“

 

„R-821-B!“, rief Tim plötzlich laut. Mama hielt beim Vorlesen inne. Sie runzelte leicht die Stirn, wĂ€hrend sie noch einmal die letzten Zeilen ĂŒberflog. „Nein… Hier steht, dass der Freund von Kommander Robotec TecNol heißt.“ Tim riss die Bettdecke hoch und erklĂ€rte aufgeregt: „Ich meine nicht den Roboter aus dem Buch, sondern meinen Spielzeugroboter!“ Er setzte die nackten FĂŒĂŸe auf den Boden und schaute sich suchend im Halbdunkel der Leselampe in seinem Zimmer um. „R-821-B ist nicht hier!“ Tims Blick wanderte zum Fenster, hinaus in die blauschwarze Nacht. Erschrocken stellte er fest: „Ich habe ihn heute mit im Garten gehabt. Bestimmt liegt er da noch einsam auf der Wiese!“ Schon war Tim aufgestanden. „Ich muss ihn schnell holen!“

Mama hielt ihn jedoch sanft an der Schulter zurĂŒck. „Draußen ist es weder kalt, noch soll es bald regnen. Deinem Roboter wird also nichts geschehen. Es ist schon lange Schlafenszeit. Du kannst morgen gleich nach dem Aufwachen in den Garten stĂŒrmen. Aber jetzt heißt es: Licht aus!“. Tim ließ sich wieder auf sein Bett plumpsen. „Aber…“ Mama bedachte ihn mit dem Besser-du hörst-auf-mich-Blick, und zog die Bettdecke bis zu seinem Kinn. Tim grummelte, gab aber ein leises: „Ok, na gut“, von sich. Noch ein sanfter Kuss auf die Stirn, und schon war Mama aus dem Zimmer.

Tim starrte die ĂŒber ihm aufgeklebten Leuchtsterne an. Dann kniff er die Augen zusammen. Ein SchĂ€fchen. Zwei SchĂ€fchen. Ein leichter Wind stahl sich durch das offene Fenster und brachte das GerĂ€usch von einem schepperndem Rumms mit sich. Seine Augen flogen wieder auf. Tim ballte die HĂ€nde zu FĂ€usten und presste zwischen zusammengekniffenen Lippen hervor: „Nein, nicht ok!“ Entschlossen schwang Tim die Beine ĂŒber die Bettkante und ging auf seinen Schreibtischstuhl zu. Er schnappte sich den vor dem Schlafengehen achtlos darĂŒbergeworfenen Bademantel, schlĂŒpfte hinein und anschließend aus seinem Kinderzimmer.

Der dicke Teppich im Flur verschluckte die GerĂ€usche seiner Schritte. Schnelles Lichtflattern erhellte die Garderobe und ließ ihn so sicher ĂŒber die abgestellten Schuhe steigen. Mama und Papa saßen auf dem Sofa und schauten gemeinsam einen Actionfilm. Er schien spannend zu sein, denn sie bemerkten nicht, wie er den HaustĂŒrschlĂŒssel vorsichtig im Schloss umdrehte.

Mit einem Klacken fiel die TĂŒr hinter ihm zu. Er hatte es geschafft: der Garten lag in die SchwĂ€rze der Nacht gehĂŒllt, vor ihm. Tim sah die schwachen Umrisse der zwei ApfelbĂ€ume mit ihren knorrigen Ästen vor sich. Er war schon so oft auf ihren starken Armen herumgeklettert. Doch in der Dunkelheit schienen sie sich ihm gespenstisch entgegenzurecken. Ein leichter Schauer rieselte seinen RĂŒcken hinab. Tim zog den GĂŒrtel seines Bademantels etwas enger um sich. Der Steinweg unter seinen FĂŒĂŸen fĂŒhlte sich kĂŒhl an. Er wackelte vorsichtig mit den Zehen. Vielleicht hĂ€tte er sich noch ein paar Schlappen ĂŒberziehen sollen. Nun, jetzt war es zu spĂ€t. Tim holte tief Luft. Dies war ein Abenteuer! Schließlich fĂŒhlte es sich eindeutig so an! Er richtete sich zu seiner vollen 7-jĂ€hrigen GrĂ¶ĂŸe auf und straffte die Schultern.

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„Wo bist du nur?“, fragte er halblaut, um seine Erinnerungen an den Nachmittag auf diese Weise wieder zurĂŒckzurufen. Wie als hĂ€tte er ihn gehört, gingen die Lampen in den runden Augen von R-821-B an. Tim konnte ihren gelben Schein vor dem Rosenbeet seiner Mama ausmachen! Richtig! Dort hatten sie gegen eine Invasion von Krabbelkrakelos vom Planeten Ameisopolis gekĂ€mpft! Tims Herz sprang ihm vor Freude in der Brust. Doch dann schluckte er schwer und sein Herz klopfte aus einem anderen Grund wie wild: Um zu seinem treuen Freund zu gelangen, musste Tim den halben Garten durchqueren. Am Tag war das kein Problem, doch nun hatte die Nacht alles mit schwarzer Farbe bekleckst. Was, wenn ihn aus der Dunkelheit heraus etwas ansprang? Seine Augen brannten, denn er hatte den Blick ohne auch nur einmal zu blinzeln fest auf den hellen Schein seines Roboters gerichtet. „Ich bin nicht feige! Ich komme, mein Freund!“, rief er ihm mutig entgegen.

„Halt! Stehen-bleiben!“ Tim hatte schon das Bein fĂŒr einen ausladenden Schritt zu seiner Rettungsmission gehoben. Er ließ ihn sofort wieder sinken. Das war eindeutig die blecherne Stimme von R-821-B gewesen! Was wollte er ihm bloß mitteilen? Schwer atmend sah sich Tim um. Oder war diese Aufforderung gar nicht fĂŒr ihn bestimmt gewesen?

Ziiiiuisch! Aus dem Fliederbusch kam ein Schleimbatzen geflogen und traf den Roboter mitten ins Metallgesicht. Mit einem letzten QuietschgerĂ€usch, kippte R-821-B nach hinten um. „Neeein!“, schrie Tim und streckte seinen Arm nach ihm aus. WĂ€hrend seine Stimme vor Verzweiflung bebte, blubberte eine andere zwischen den wackelnden BlĂ€ttern freudig hervor: „Das war mal ein Treffer!“  Eine zweite trompetete: „Jahhhaa!! Du hast uns gar nichts zu sagen! Du, du 
.gemeiner Erdenbewohner!“ 

Tim reichte es! Wie konnte man nur so gemein sein? Ohne groß zu ĂŒberlegen, stĂŒrmte er los und baute sich vor dem Fliederbusch auf, die Arme in die Seiten gestemmt. „Na, habt ihr keinen Schleim mehr ĂŒbrig, oder was? Stellt euch!“ Ein zweiter klebriger Schuss kam als Antwort. Jetzt war Tim wirklich sauer! Er wischte sich die glibbrige Masse von der rechten Wange. Zwischen zusammengebissenen ZĂ€hnen presste er hervor: „Kommt raus, oder ich hole euch Feiglinge aus eurem Versteck!“

Der Busch teilte sich. „Also als Feigling muss ich mich nicht beschimpfen lassen! Ich bin der dritte Quaksoentdecker von Triptola! Ich habe schon 110 und einen halben Planeten erforscht und trage das Abzeichen der ĂŒbermĂ€ĂŸigen Schlauhaftigkeit!“ Tims Augenbrauen schossen in die Höhe. Ein kugelrundes Wesen war vor seine FĂŒĂŸe gerollt. Aus seinem roten Wackelpuddingkörper schoben sich mit einem Plopp kurze Arme und Beine. Von seinem breiten Mund bis zu seiner Stirn zog sich ein fremdartiges Muster aus blauen Linien, das in schlenkernden Antennen zusammenlief. Sie reckten sich Tim entgegen. Als das sonderbare Wesen bemerkte, was seine Antennen anstellten, patschte es leicht darauf, sodass sie sich schnell wieder zurĂŒckzogen. „Na! Seid gefĂ€lligst nicht so neugierig! Dieses Haustier der Erdenbewohner hat euer Interesse nicht verdient!“, schimpfte es gurgelnd mit ihnen.

Tim runzelte fragend die Stirn. „Triptola? Planeten erforscht? Haustier?“ Doch er bekam keine Antworten. Stattdessen schraubten sich aus dem Fliederbusch vier geringelte Beine nach oben. Tim musste den Kopf in den Nacken legen, um das zweite Wesen sehen zu können.Wenn Nummer eins einen Erdbeerwackelpuddingkörper hatte, besaß Nummer zwei einen aus Blaubeerwackelpudding. WĂ€hrend er gefĂ€hrlich zu Tim hinĂŒber und wieder zurĂŒck schwankte, gab es drohend von sich: „Den gefĂ€hrlichen Aufpasser, der zwischen uns und den Blumbinen stand, haben wir aus dem Weg gerĂ€umt. Da werden wir auch noch mit dir, kleinem Fleischklops, fertig!“ Blaubeerwackelpudding starrte Tim aus mindestens fĂŒnf Augenpaaren feindselig an. Kleine glitzernde Sterne drehten sich in jedem von ihnen unaufhörlich im Kreis. Da konnte es einem schon leicht schwindelig werden. Tim wusste gar nicht, in welches er schauen sollte. Und er wusste auch nicht, ob er Angst vor diesen Wesen haben musste oder nicht. MerkwĂŒrdigerweise hatte er keine. Im Gegenteil: er wollte unbedingt mehr ĂŒber sie erfahren! WĂ€re es tatsĂ€chlich möglich? Konnte es vielleicht sein, dass sie 
 Außerirdische waren?

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Mission Blumbine

Tim schluckte den Kloß in seinem Hals runter und legte sich die Hand auf die Brust. Zeit fĂŒr einen zweiten Kennenlernversuch. „Ich bin nicht euer Feind. Ich bin auch kein Haustier. Ich bin ein Kind. Ein Junge. Ein Erdenbewohner. Und das…“ Er ging langsam in die Knie, um R-821-B aufzuheben, woraufhin Erdbeerwackelpudding ein erschrockenes Schmatzen von sich gab, „…ist mein Roboter. Ein Spielzeug, das ich ein- und ausschalten kann, wie ich es möchte.“ Um zu zeigen, dass von R-821-B, keine Bedrohung ausging, tastete er nach seinem Schaltknopf und stellte ihn ab. Tim streckte den Roboter von sich, wĂ€hrend dieser sofort die mechanischen Arme sinken ließ und die gelben Lampen in seinen Augen erloschen.

FĂŒr einen Moment herrschte Dunkelheit und Stille. Dann leuchteten die Antennen von Erdbeewackelpudding auf. Als kleine Laternen warfen sie ein warmes Licht zwischen die Fremden. Dies erhellte nicht nur den Garten, sondern auch etwas die GemĂŒter. Die Sterne in Blaubeerwackelpuddings Augen hörten auf, sich so schnell im Kreis zu drehen. Sein GefĂ€hrte, der dritte Quaksoentdecker von Triptola, rĂ€usperte sich verlegen. „Nun gut, Erdenbewohnerjunge. Wenn ich eines bei meinen Forschungsreisen gelernt habe, dann, dass man nur mit Höflichkeit etwas erreichen kann.“ Er tippte sich mit einem seiner Saugnapffinger auf die runde Nase. „Mein Name ist Blombedo. Er wabbelte mit dem Kopf nach rechts. Und der werte Triptolaut im grĂŒnen Versteck, ist KapitĂ€n Golembo. Wir sind Cousins dritten Grades, was man unschwer an unserem zarten Körperbau erkennen kann.“ KapitĂ€n Golembo brummelte zustimmend aus seinem Fliederbusch. Gewichtig fuhr Blombedo fort: „Unsere Mission ist es, fĂŒr unsere liebe Tante Pepuella einen Strauß der wunderbar scheußlich aussehenden und ĂŒberaus unangenehm riechenden Blumbinen zu besorgen. Der erste Quaksoentdecker von Triptola hat der Erde bereits einen Besuch abgestattet und meinte, dass es genau hier die schrecklichsten des ganzen Planeten gibt.“ Er lehnte sich zur Seite und schielte mit zwei seiner vier Augen auf das Rosenbeet von Tims Mutter. 

WĂ€hrend er erneut auf seine Antennen patschte, die in Tims Bademantel kriechen wollten, sĂ€uselte Blombedo so freundlich wie er es vermochte: „Garstiger Junge, wĂŒrdest du uns also bitte gestatten, ein paar von ihnen von den dornigen StĂ€ngeln abzureißen?“ Tims Stirn bildete Falten wie bei einem zusammengeknĂŒllten Papier. „Wenn meine Mama wĂŒsste, was ihr von ihren Rosen haltet, wĂŒrde sie sich aber Ă€rgern. Mit ihren rosafarbenen ‘Duftjuwelen’ hat sie schließlich schon viermal das GrĂŒne Band des GĂ€rtnerwettbewerbs gewonnen.“ Er kratzte sich nachdenklich am Kopf. „Wenn ich euch ein paar davon gebe, wird es ihr auffallen. Der nĂ€chste Wettbewerb findet schon ĂŒbermorgen statt. Ich kann nicht riskieren, dass sie das GrĂŒne Band wegen mir…“, Tim machte eine Pause und deutete zuerst auf sich und dann auf die beiden Außerirdischen: „…wegen uns dieses Jahr nicht verliehen bekommen wird.“

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Kleine BlĂ€tter fielen zu Boden, als KapitĂ€n Golembo mit einem ausladenden Schritt aus dem Flieder herausstakste. Seine Beine klappten sich wie eine ausfahrbare Leiter zusammen, sodass er nun in Zehnaugenhöhe mit Tim war. Er kniff Auge Nummer vier und Nummer sieben zu als er vorschlug: „Vielleicht können wir sie mit etwas ebenso Schrecklichem ersetzen. Moment…“. Der KapitĂ€n drehte sich auf dem Absatz um und verschwand in den Schatten im hinteren Teil des Gartens. Tim blickte ihm nach, konnte aber absolut nichts erkennen. „Was…?“, wollte er von Blombedo wissen, doch der bedeutete ihm mit einem kurzen Wabbelnicken, geduldig zu sein.

Ein schriller Pfeifton zerriss fĂŒr einen kurzen Augenblick die Stille der Nacht. Dann leuchtete es in einem giftigen GrĂŒn auf: das Raumschiff der beiden Außerirdischen. Das muss bei seiner Landung den scheppernden Rumms verursacht haben, den Tim in seinem Bett gehört hatte! Golembo ließ seine Saugnapffinger ĂŒber eine Art Fernbedienung rutschen und mit einem Zischen öffnete sich die Eintrittsluke. Nachdem das letzte StĂŒck seines Blaubeerwackelpuddingkörpers darin verschwunden war, ließ der KapitĂ€n es darin krachen und scheppern. Nach einem freudigen: „Ahh, da ist es ja!“, kam er wieder heraus. Eine bestimmte Tastenkombination auf der Fernbedienung, und schon gingen die Lichter am Raumschiff aus, sodass es wieder in den sicheren Mantel der Dunkelheit gehĂŒllt war.

Stolz hielt der KapitĂ€n Tim eine silberne Kugel hin. Sie hatte die der GrĂ¶ĂŸe einer Apfelsine. „Ich ĂŒberlasse dir die Ehre, sie zum BlĂŒhen zu bringen.“ Tim wusste nicht im Geringsten, was der Triptolaut ihm da auftrug, trotzdem nahm er das seltsame Ding in Empfang. Sobald es in seine Hand gerollt war, sackte diese ein paar Zentimeter nach unten. Die Kugel war ziemlich schwer! Und sie vibrierte, als wĂ€re etwas darin gefangen, was unbedingt hinauswollte. Blombedo stieß ihn mit seinem weichen Ellenbogen aufgeregt in die Seite. „Na, hast du schon eine Idee, wie du sie öffnen kannst?“ Tim wollte schon völlig ahnungslos mit dem Kopf schĂŒtteln und das komische Ding schleunigst zurĂŒckgeben, aber da vielen ihm die auf dem Metall eingestanzten Dreiecke auf. Zumindest nahm er an, dass es Dreiecke waren, denn bei jedem einzelnen fehlte mindestens ein sie schließender Strich…. Tim nahm seine andere Hand zur Hilfe und drehte die Kugel in entgegensetzte Richtungen, so als wolle er sie aufschrauben. Sie rastete mit einem Klicken ein. Als die Dreiecke ihr passendes StĂŒck gefunden hatten, strömte aus ihnen ein grelles, blaues Licht hervor. Tim musste die Augen zusammenkneifen. In dem Überraschungsmoment ließ er die Kugel fallen. Doch sie traf nicht auf dem Boden auf. Die Metallkugel schwebte!

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Die Schnarzelblume

Wie gebannt starrte Tim auf die Kugel. Es war nicht nur das leuchtende Musterspiel, das ihn faszinierte: eine liebliche Melodie hatte zaghaft begonnen und hĂŒllte ihn nun vollkommen ein. Die Töne schwebten auf weichen Wellen zu ihm. Sie brachten das GefĂŒhl von Sonnenschein auf der Haut und fröhliches Vogelgezwitscher mit sich. Glitzerfunken bewegten sich dazu tanzend durch die Nacht. BerĂŒhrten sie Pflanzen und BĂ€ume, leuchteten diese in ihren schönsten Farben auf, als feierten sie einen herrlichen Sommertag. Golembo und Blombedo ließen sich ebenfalls mitreißen und schunkelten schwabbelnd leicht nach rechts und links. „Da! Ein silberner Spross wĂ€chst aus der Mitte! Er wird grĂ¶ĂŸer! Ich kann schon eine Knospe sehen!“, rief Tim ganz aufgeregt. Golembo riss mit einem Mal all seine zehn Augen gleichzeitig auf. Blombedos FĂŒhler ringelten wild durcheinander.

Die Triptolaner rĂŒckten ganz nah an ihn heran. Ihre Augen wandten sie nicht fĂŒr einen Augenblick von dem Wunder in Tims Hand ab. Golembo flĂŒsterte: „Gleich wird sie sich öffnen: die  megahĂ€ssliche, brĂŒllastikale Schnarzelblume!“ Mit großer Anerkennung legte Blombedo Tim seinen erdbeerigen Wackelpuddingarm um die Schulter, wĂ€hrend er ihm erklĂ€rte: „Schon seit vielen Lichtjahren hat niemand mehr die Schnarzelblume blĂŒhen sehen. Sie ist etwas ganz und gar Abscheuliches! Du musst ein mĂ€chtiger Erdling sein, da sie durch deine Hand befreit wurde!“ Zwischen Tims Brauen bildeten sich zwei steile Falten. So viele Fragen wirbelten durch seinen Kopf. Warum hielten die Außerirdischen etwas Schönes fĂŒr etwas Grauenhaftes? Sein Atem stockte, als sich das erste BlĂŒtenblatt mit einem leisen Klicken entrollte. Oder passierte gleich doch etwas ganz Schreckliches? War er wirklich ein mĂ€chtiger Erdling? Was wenn er mit diesen nun etwas GefĂ€hrliches auf den Planeten Erde losgelassen hatte? Hilfesuchend schaute er auf R-821-B hinab, der schlaff im Gras vor ihm lag. Sein Roboter war aber kein Weltraumheld wie Kommander Robotec und wĂŒrde ihm ganz bestimmt nicht helfen können. Tim presste die Lippen fest zu einer schmalen Linie zusammen. Dann holte er tief Luft. So wie es aussah, musste er sich wohl den möglichen Gefahren aus dem Weltraum ohne einen Roboterhelden an seiner Seite stellen 


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Tim reckten sich nicht die zarten, samtenen BlĂŒtenblĂ€tter entgegen, die er von den Rosen seiner Mutter kannte. Die Schnarzelblume entfaltete sanft geschwungene Metallplatten. Durch sie hindurch liefen LeuchtfĂ€den, die mal in Himmelblau, Kirschrot und dann wieder in Zitronengelb flimmerten. Tim streckte neugierig die Hand danach aus. Er musste sie einfach berĂŒhren, um herauszufinden, ob die mechanische und doch lebendige Blume wirklich echt war. Dies tat er mit höchster Wachsamkeit und Vorsicht. Das natĂŒrlich nur, um mutig herauszubekommen, ob die Schnarzelblume scharfe ZĂ€hne oder Schrecklicheres hinter der lockenden Schönheit verbarg und damit doch eine Gefahr fĂŒr die Erde war.

Tim zuckte krĂ€ftig zusammen, als der KapitĂ€n ihn zurĂŒckhielt. Golembo fuhr seine geringelten Beine noch etwas weiter nach unten, um ihm  warnend ins Ohr sĂ€useln zu können: „Nicht! Sie ist sehr schĂŒchtern. Bei der leichtesten BerĂŒhrung wird sie sich wieder zurĂŒckziehen und vielleicht nie wieder ihre abscheuliche HĂ€sslichkeit zeigen.“ Tim wand sich den Außerirdischen erstaunt zu. Sowohl in Golembos als auch in Blombedos Gesicht konnte er nichts als die pure Freude und Bewunderung fĂŒr diese Pflanze ablesen.

Tim legte mit nachdenklichem Blick den Kopf schief. „Braucht ihr jetzt, da ich fĂŒr euch die Kugel geöffnet habe, ĂŒberhaupt noch die Rosen meiner Mama? Die Schnarzelblume scheint etwas ganz Besonderes zu sein. Sie wĂ€re also das perfekte Geschenk fĂŒr eure Tante PeputrĂ€lli.“ „Pepuella!“, verbesserte ihn Golembo schnell. Der KapitĂ€n hatte den Namen seiner Tante nicht mit dem gleichen liebevollen Klang bedacht, wie er es bei ihrer Vorstellung getan hatte. Golembo war mit seinen Gedanken ganz bei dem Versuch, eine passende Antwort auf Tims Vorschlag zu finden. Tim konnte sie in seinem Wackelpuddingkopf fast schon kreisen sehen. Blombedo kam seinem Cousin jedoch schnell zur Hilfe. Der dritte Quaksoentdecker von Triptola hatte eine sehr selbzufriedene Miene aufgesetzt, als er mit schlauer Lehrerstimme verkĂŒndete: „Das war ein sehr guter Vorschlag, mein lieber Erdenjunge. Aber du hast einen wichtigen Fakt ausgelassen.“ Tims Augenbrauen wanderten erstaunt bis zu seinem honiggelben Haaransatz hinauf. „Uuund du wirst ihn mir bestimmt gleich verraten, oder?!“ Blombedo spitzte die Lippen, soweit es ihm mit dem weichen Schwabbelmund möglich war. Dann antwortete er mit gesenkter Stimme, als wĂŒrde er ein gut gehĂŒtetes Geheimnis verraten: „Sie stinkt nicht!“

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Rosen stinken!

Als hĂ€tte die Schnarzelblume Blombedos Worte genau verstanden, klappte sie mit einem harten Klacken all ihre schönen MetallblĂŒtenblĂ€tter ein und zog sich wieder in die Metallkugel zurĂŒck. Mit einem dumpfen Pfumm landete sie im weichen Gras und rollte Tim vor die FĂŒĂŸe. Er hob sie auf. Ihr Gewicht wog jedoch diesmal nicht so schwer wie das, was sich auf seine Brust gelegt hatte. Tim war traurig, dass die Schnarzelblume sich nicht mehr zeigte. Vor allen Dingen aus so einem dummen Grund. VerĂ€rgert blitzte er Blombedo unter seinen gesenkten Wimpern an. „Eben noch habt ihr mir erklĂ€rt, wie sensibel sie ist! HĂ€ttest du dir diese Beleidigung nicht vor ihr verkneifen oder zumindest anders ausdrĂŒcken können? Was soll das ĂŒberhaupt heißen?“ WĂŒtend machte Tim Blombedos Stimme mit Absicht schrill und falsch nach: „Sie stinkt nicht!“

Blombedo ließ bedröppelt seine Antennen sinken. Auch Golembo trat verunsichert von einem geringelten Bein auf das andere. „Blombedo hat es bestimmt nicht so gemeint“, sagte er kleinlaut. Der dritte Quaksoentdecker schniefte. „Ich wollte wirklich nicht gemein sein!“ Etwas leiser fĂŒgte er jedoch hinzu: „Obwohl es die Wahrheit war.“ Er warf mit einem tiefen Seufzen die Wackelpuddingarme in die Luft. Sein sehnsĂŒchtiger Blick wanderte zu dem Rosenbeet. „Die Schnarzelblume ist zwar superhĂ€sslich …ÀÀhm ich meine wunderschön, aber sie gibt keinen Gestank… keinen Duft ab.“ Nach einem Seitenblick auf Tims verstĂ€ndnisloses Gesicht, bei den Worten „superhĂ€sslich“ und „Gestank“, hatte er sich lieber noch einmal schnell verbessert.

In Tims Miene zeigte sich nun etwas mehr VerstĂ€ndnis. Er musste zugeben, dass die Außerirdischen wirklich Recht hatten: die Rosen seiner Mama trugen nicht umsonst den Namen „Duftjuwelen“. Tim machte ein paar Schritte auf die Blumen zu. Vorsichtig nahm er einen rosa-pfirsichfarbenen Kelch in die Hand und roch daran. Als er sich wieder aufrichtete, zupfte an seinen Mundwinkeln ein leichtes LĂ€cheln. „Melonen-Vanilleeis. Sie riechen nach einem sĂŒĂŸen, leckeren Melonen-Vanilleeis“, verkĂŒndete er den vor Ehrfucht erstarrten Triptolanern. Dann drehte sich Tim auf dem Absatz um und stapfte in die Dunkelheit davon.

„LĂ€sst der Erdling uns jetzt einfach so stehen? Geht er zurĂŒck zu seiner Behausung?“, brachte Blombedo Ă€ngstlich hervor. Verzweifelt reckte und streckte er sich, um Tims Gestalt im nĂ€chtlichen Garten doch noch ausmachen zu können. „Er ist sauer“, erklĂ€rte Golembo mit einer viel zu ruhigen Stimme. Blombedos Gesicht hellte sich auf. „Na, das ist doch prima! Und ich habe schon gedacht, unsere Mission sei verloren.“ „Ist sie auch“, erklĂ€rte Golembo. Blombedo drehte sich so schnell zu dem KapitĂ€n um, dass sich drei seiner Tentakel ineienander verknoteten. „Wieso?? Wenn er sauer ist, ist ihm bestimmt eine Lösung fĂŒr unser Problem eingefallen!“ Es klackte viermal, als Golembo seine Beine wieder nach oben schraubte. „Dies hier ist nicht Triptola. Wenn Menschen sauer sind, heißt das nichts Gutes. Wir haben ihn wohl enttĂ€uscht. Der Junge wird uns keine Rosen fĂŒr Tante Pepuella geben. Und nun komm. Vielleicht finden wir ja in dem grĂŒnen Wirwarr, das sie Park nennen andere Blumbinen. HĂ€sslichere, die noch ekliger riechen.“ Blombedo ließ die Schultern hĂ€ngen. „Und ich dachte, wir hĂ€tten einen neuen Freund gefunden.“ Traurig schlurfte er Golembo hinterher, der mit großen Schritten auf ihr Raumschiff zuhielt.

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Ein Versprechen

„Hey! Wo wollt ihr denn hin?“, rief ihnen Tim hinterher. „Ich habe doch nur kurz eine Schaufel aus dem Schuppen geholt.“ Zum Beweis hielt er sie hoch. Die Triptolaner blieben sofort stehen. Blombedo wirbelte herum. „Ha! Der Erdling ist doch nicht sauer!“ WĂ€hrend der Quaksoentdecker vor Freude auf und ab wackelte, drehten sich in Golembos Augen wieder die Sterne. Er zögerte, bevor er sich ganz langsam Tim zuwandte. Golembo verengte seine misstrauisch auf die Schaufel gerichteten Augen zu Schlitzen, aus denen es gefĂ€hrlich blitzte. „Falls du vorhaben solltest, uns mit diesem Paddeldingsdabums zu Patschen, rate ich dir davon dringend ab.“ Mit zwei langen Schritten stand der KapitĂ€n vor Tim. Er beugte sich zu ihm herab und grollte: „Du musst uns nicht vertreiben! Wir wollten sowieso gerade wegfliegen. Aber vorher gibst du uns noch die Kugel mit der Schnarzelblume zurĂŒck!“

Tim war so ĂŒberrascht von dem Verhalten der Triptolaner, dass ihm die Worte im Hals steckengeblieben waren. Doch er musste die Sache richtig stellen! Er schluckte einmal krĂ€ftig und erklĂ€rte mutig: „Ich will euch keinesfalls verjagen! Die Schaufel brauche ich, um einen Rosenstrauch fĂŒr eure Tante Pepuella auszugraben. WĂŒrdet ihr nur ein paar StĂ€ngel fĂŒr einen Strauß abschneiden, hĂ€tte eure Tante nicht allzu lange Freude an den Blumen. Pflanzt ihr sie jedoch mit der Wurzel ein, wird die Rose auf eurem Planeten noch lange in ihrer ganzen Schönheit….ÀÀhm ich meine HĂ€sslichkeit, blĂŒhen.“ Blombedo wackelte hinter den langen Beinen des KapitĂ€ns hervor. Er strich sich grĂŒne TrĂ€nen aus den Augenwinkeln und schniefte: „So etwas Gemeines habe ich auf meinen ganzen Entdeckungsreisen noch nie erlebt! Danke!“ Tim krĂ€uselte erst verwirrt die Nase, dann breitete sich auf seinem Gesicht ein LĂ€cheln aus. „Gerne. Und nun schnell, bevor Mama oder Papa uns noch entdecken!“

Mit nur ein paar Spatenstichen hatte Tim eine zarte Pflanze aus der Erde gehoben. Er reichte sie KapitĂ€n Golembo. „Bitte sehr.“ Golembo schlang behutsam seine blauen Saugnapffinger darum. Die Sterne in seinen Augen kreisten nun nicht mehr, sondern leuchteten in einem warmen Gelb. Ebenso sanft war seine Stimme, als er von Tim wissen wollte: „Was ist mit deiner AusbrĂŒterin? Wird sie dir nicht…sauer sein?“ Tim schĂŒttelte den Kopf. „Mama geht es glaube ich gar nicht so sehr um das Gewinnen des GrĂŒnen Bandes. Sie liebt ihre Rosen und ist glĂŒcklich, wenn sie auch anderen so große Freude wie ihr bereiten. Wenn ich ihr mit einigen, kleinen Abwandlungen erklĂ€re, dass Freunde sie gebraucht haben, um einer lieben Tante eine GeburtstagsĂŒberraschung zu bereiten, wird sie das verstehen.“

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Etwas Klebriges wand sich um seine Brust und zog ihn ruckartig nach vorne. Tim landete mit seinem Gesicht in einer weich-wabbeligen Masse. „Die besten Freunde!“, hörte er gedĂ€mpft Blombedos vor GlĂŒck klingelnde Stimme. Tim hob den Zeigefinger und nuschelte: „Isch bekomhhe keiine Luupfttt!“ Golembo packte ihn schnell am Kragen und zog ihn mit einem lauten Schmatzen aus dem Wackelpuddingbauch seines Cousins und stellte ihn wieder sicher auf die FĂŒĂŸe. Die ĂŒbermĂŒtigen Antennen des Quaksoentdeckers konnten jedoch nicht von Tim lassen. Sie ringelten sich freudig an dem flauschigen Stoff seines Bademantels entlang. Eine besonders vorwitzige Antenne war wieder in seine Tasche gekrochen, fand die Kugel der Schnarzelblume und ließ sie herausplumpsen.

Der KapitĂ€n hob sie auf und drĂŒckte sie Tim in die Hand. „Behalte sie. Es ist ein Geschenk von uns an deine furchtbare Frau Mama.“ Blombedo zwinkerte Tim zu. „Bestimmt macht sie bei den Blumbinenbewertern damit großen Eindruck und kann sich doch noch das GrĂŒne Band umschnallen.“ Tim schmunzelte. „Ich danke euch. Mama wird sich ganz bestimmt darĂŒber freuen!“ Golembo nickte bedĂ€chtig, wĂ€hrend er etwas in seine linke Wackelpuddinghand gleiten  ließ. Ein schriller Pfeifton erklang.

Tim erkannte ihn wieder und wusste, was er zu bedeuten hatte. Golembo hatte auf die Tasten seiner Fernbedienung gedrĂŒckt, um das Raumschiff zu öffnen. WehmĂŒtig stellte Tim fest: „Ihr mĂŒsst wieder nach Triptola zurĂŒck.“ Blombedo zuckte leicht zusammen. Sein Blick blieb traurig auf seine wabbeligen FĂŒĂŸe gerichtet, als er mit zittriger Stimme vom KapitĂ€n wissen wollte: „Wirklich jetzt schon? Die glĂŒhende Kugel braucht doch noch lange, bis sie sich zeigt. Wir haben mit dem Erdenjungen ja nicht mal Schlangoball gespielt oder uns wenigstens langweilige Geschichten von greulichen Sachen erzĂ€hlt…“ Doch Golembo musste streng bleiben: „Dritter Quaksoentdecker von Triptola! Wir haben eine Mission und die ist erst erfĂŒllt, wenn Tante Pepuella vor Abscheu strahlt!“

Diesmal war es Tim, der die Triptolaner in eine feste Umarmung zog. Sobald er sich aus ihren Wackelpuddingkörpern gelöst hatte, schlug er vor: „Ihr kommt natĂŒrlich fĂŒr eine neue Mission wieder! Hier auf der Erde gibt es noch so viel zu entdecken!“ Stolz streckte er den RĂŒcken durch und die Brust raus. „Und selbstverstĂ€ndlich könnt ihr weit und breit keinen besseren ErklĂ€rer finden als mich!“ Die Triptolaner grinsten ĂŒber beide Wackelpuddingbacken als sie beide gleichzeitig verkĂŒndeten: „Und keinen besseren Freund!“

 

Wenig spĂ€ter stand Tim in seinem Bademantel mitten im Garten und winkte mit einem breiten LĂ€cheln auf den Lippen dem blinkenden Raumschiff hinterher. Langsam verschwand es im Dunkel der Nacht. Er wusste nicht, ob seine neuen außerirdischen Freunde ihn noch sehen konnten oder nicht. Doch was er mit Sicherheit wusste, dass er ihnen schon bald wieder winken wĂŒrde, wenn sie zur Landung neben den ApfelbĂ€umen ansetzen wĂŒrden.

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